Nokia 800 Tough

Ich habe schon lange diese ganze Entwicklung mit den Smartphones kritisch gesehen: ständig haben die Leute ihr Smartphone in der Hand und machen damit irgendwas. Egal, was um sie herum passiert.

Das mag lustig sein, wenn man z.B. ein Video von einem Überfall auf eine Bar sieht, bei dem ein Mann am Tresen so auf sein Smartphone fokusiert ist, dass er nichts vom Überfall mitbekommt und sich am Ende wundert, dass alle Anderen noch auf dem Boden liegen nachdem der Täter eben erst die Bar verlassen hat… Aber wenn Freunde oder Bekannte zusammen stehen und alle haben Ihr Smartphone in der Hand? Das finde ich kritisch.

Hinzu kommt, dass es ein Objekt ist, in das zu viel Zeit investiert wird. Es kommt eine Nachricht und man will nur kurz schauen, wer einem geschrieben hat. Aber wenn man das Gerät einmal in der Hand hat: Was für Neuigkeiten gibt es denn in aller Welt? Oder kurz in ein Spiel rein schauen …

Somit habe ich in den letzten Wochen massiv über Alternativen nachgedacht. Die Erreichbarkeit möchte ich nicht missen (Telefon, SMS), weil ich dies auch beruflich benötige. Aber darüber hinaus ist vieles unnötig…

Somit habe ich mich umgesehen und gleich viele Möglichkeiten gefunden: Nokia bietet eine ganze Reihe von Geräten: die reinen Mobiltelefone (Nokia 105, Nokia 130) über Geräte mit KaiOS (Nokia 2720 flip und Nokia 800 tough). Da ich das Gerät auch bei Feuerwehr Einsätzen mitnehmen möchte, habe ich mich für ein Nokia 800 tough entschieden. Dank KaiOS wird auch WhatsApp und Facebook unterstützt und die Kamera hat mit 2 MP wenigstens die Chance, Fotos zu machen, die etwas anzeigen.

Die Akku-Laufzeit wird bei dem Gerät auch mit bis zu 43 Tagen Standby angegeben, was mich  fasziniert hat: Nur ein bis zwei Mal im Monat das Gerät laden! Somit wurde das Gerät gekauft um es im Detail zu testen.

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck beim Auspacken des Gerätes war sehr gut. Das Gerät ist handlich, etwas dicker als ein Smartphone aber dafür schmaler. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck.

Das einlegen der SIM Karten war aber relativ problematisch. Wie bei vielen Smartphones muss man mit so einem mitgelieferten Drahtstift an der Seite einen Träger für die SIM Karten heraus drücken. Dabei wird der Träger aber nur sehr wenig heraus gedrückt und man kann ihn noch nicht fassen. Eine kleine Zange hat mir aber geholfen und ich konnte meine beiden SIM Karten (privat und beruflich) einlegen.

Die Inbetriebnahme war bei mir problematisch. Ich war diesen Wipp-Schalter, mit dem man man im Menü hoch und runter gehen kann und auch die Auswahl bestätigt, nicht mehr gewohnt und so passierte, was passieren musste: Bei Auswahl der Sprache habe ich zugleich die Auswahl geändert und ich hatte ein Handy in einer fremden Sprache. So gab es dann noch ein nettes Spiel: Mach ein Reset des Gerätes ohne das Menü wirklich zu verstehen :). Das ist aber etwas, das ich dem Gerät nicht anlaste. Die Bedienung ist ok und nach kurzer Gewöhnung gab es da auch keine Probleme mit der Bedienung mehr.

Nutzung

Synchronisierung

Das Gerät bietet vielseitige Möglichkeiten an. So kann man Kontakte, Termine, Emails, … synchronisieren. Auch Google wird hier unterstützt und ich konnte schnell und einfach meinen GSuite Account hinterlegen. (Mit Unterstützung der aktuellen Sicherheitsvorgaben, also wirklich ganz problemlos). Da ich zwei SIM Karten nutze und so nur wenig freien Speicherplatz habe, wollte ich erst einmal mit den Kontakten anfangen:

Kontakte geöffnet und ihm gesagt, dass er synchronisieren soll. Dies ist aber leider mit einem wenig aussagenden Fehler fehlgeschlagen. Eine Synchronisierung ließ sich auch mit einigem rumprobieren nicht durchführen.

Es gibt auch eine Import Funktion. Auch wenn ich mir hier keinen Erfolg versprochen habe, habe ich den Import probiert. Das bereits eingerichtete Konto gewählt und schwups: alle meine Kontakte waren importiert. Das ist super! Natürlich nicht perfekt aber so oft ändern sich die Kontakte nicht, so dass dies für mich voll und ganz akzeptabel ist.

Die Synchronisation der anderen Elemente habe ich mir an dieser Stelle erspart und nicht weiter ausprobiert. Meine Kontakte und Co pflege ich in einem A5 Terminkalender in dem auch genug Platz für weitere Dinge sind, so dass ich dies nicht auf meinem Handy brauche.

Weitere Funktionalitäten, die ich eingesetzt habe:

  • Wecker – der Wecker hat bei mir einwandfrei und sicher funktioniert mit der üblichen Funktionalität (z.B. Wecker, der an Werktagen einen wecken soll).
  • Taschenlampe – ich finde es gut, dass die Taschenlampe an der schmalen Seite zu finden ist. So ist es die übliche Haltung einer Taschenlampe und nicht so wie bei Smartphones ein aufrechtes Halten des Smartphones. Die Lichtstärke der Taschenlampe ist aber deutlich geringer als der „Blitz“, den ich von Smartphones her kenne (iPhone 7, Huawei P10 lite). Aber die Lichtstärke ist vollkommen ausreichend für das ausleuchten der näheren Umgebung um z.B. im Dunkeln mit dem Hund spazieren zu gehen.

Verbindungsmöglichkeiten

Das Handy ist super, was die Verbindungsmöglichkeiten angeht. Da steht es den Smartphones in nichts nach. So wird auch LTE unterstützt. Tethering ist möglich – sowohl per USB als auch per aufgespanntem WLAN. Damit ist es ein guter Begleiter, wenn man unterwegs mit seinem Laptop Internet benötigt.

Sprache kann nicht nur über 2G sondern auch über aktuelle Protokolle geführt werden. Auch WLAN wird unterstützt, was ich immer gut fand, denn so kann man auch im Haus problemlos telefonieren, wo sonst der Empfang durch die Wände erschwert wurde.

WhatsApp ist vorhanden, aber mit stark eingeschränkter Funktionalität: Zum einen werden keine Sprachanrufe unterstützt (Aber wer viel Datenvolumen hat, so dass Sprachanrufe möglich sind, der hat doch in der Regel auch eine Sprach-Flat? Zumindest ich habe auch eine Sprach Flat, so dass dieser Punkt mich nicht stört) und auch das Web WhatsApp ist nicht möglich, d.h. man hat keine Möglichkeit, vom Computer einen QR Code zu scannen um dann am Computer WhatsApp zu nutzen.) Dadurch wurde die Kommunikation über WhatsApp sehr beschwerlich, denn Nachrichten mit der Telefon Tastatur zu schreiben ist doch recht mühsam. Damit beschränkte ich mich auf Sprachnachrichten, die unterstützt werden.

Akkulaufzeit

Eine Laufzeit von bis zu 43 Tagen Standby wurde versprochen. Aber nach etwas Nutzung war der Akku nach nur drei Tagen leer. Das war so nicht wirklich erwartet. Ich hatte hier schon so ein bis zwei Wochen erwartet. Somit wurde einiges optimiert:

  • Sprache über LTE verbraucht mehr Strom -> abgeschaltet.
  • WLAN -> abgeschaltet (Also kein Telefonieren zuhause über WLAN)
  • Datenverbindung -> abgeschaltet (Also auch kein WhatsApp mehr)

Somit wurde mein Gerät zu einem reinen Mobiltelefon, Wecker und Taschenlampe degradiert. Die Laufzeit wurde dadurch auch massiv erhöht, aber die Laufzeit beträgt nun immer noch nur ein bis zwei Wochen und damit immer noch deutlich weniger als die versprochenen „bis zu 43 Tage“. Das ist natürlich enttäuschend aber immer noch besser als als die maximal 2 Tage bei meinen Smartphones.

Fazit

Ich bin von dem Gerät etwas enttäuscht. Aber ein Teil der Enttäuschung sind nicht eingehaltene Versprechen (43 Tage versprochen, die fast 2 Wochen sind aber immer noch sehr gut und ausreichend finde ich!) und falsche Hoffnungen (Ich habe halt auf das WhatsApp Web gehofft). Das Handy bietet einige Funktionen, die ich sehr gut finde, so werde ich es als mein Haupt-Telefon behalten um damit erreichbar zu sein. Aber mein Smartphone wird auch weiter im Betrieb bleiben. Damit habe ich dann gewisse weitere Funktionen. Aber dank des Nokia 800 tough ist das bisherige Smartphone nun nicht mehr mein ständiger Begleiter und damit die Ablenkung deutlich kleiner.

Ob nun ein Nokia 105 oder 130 die bessere Wahl gewesen wäre? Es wäre auf jeden Fall deutlich günstiger aber dafür weniger robust. Und die Verbindungsmöglichkeiten wären deutlich geringer.

Ein vollwertigen Ersatz für ein Smartphone sehe ich aber nicht. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es in Verbindung zu einem Tablet auch sehr gute Arbeit leisten würde! Als einziges Gerät wäre es für mich aber dann doch zu wenig.

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HP ZBook 15 G2

Für die Arbeit Zuhause habe ich mir nun einen ’neuen‘ Laptop gekauft. Für mich war wichtig, dass ich zur Software Entwicklung einen großen Monitor mit mindestens Full HD Auflösung bekomme.

Und natürlich sollte der Rechner nicht gerade langsam sein. Da ich immer mehrere Applikationen parallel nutze die auch gleichzeitig Rechenpower benötigen, waren 4 Cores ein Wunsch. An Speicher soll es wenn möglich auch nicht scheitern und schnelles WLAN wäre toll…

Und da wird klar: Diese Wünsche deuten klar auf eine ‚Workstation‘ hin, aber dieses Preissegment (1.000€+, wenn nicht sogar schnell 2.000€+) wollte ich eigentlich nicht betreten, so dass ich mich nach Alternativen umgesehen habe.

Eine Workstation, welche schon ein paar Jahre Dienst geleistet hat, könnte eine Lösung sein, so dass ich mich bei ITSCO etwas umgesehen habe. Hier fand ich ein HP ZBook 15 G3 für unter 600€, die vielversprechend aussah und dann auch näher analysiert wurde:

Ausstattung schien durchaus brauchbar:

  • i7-4180 CPU
  • 16GB Speicher, erweiterbar auf 32GB (DDR3L SDRAM)
  • 512GB SSD
  • 15,6″ FHD Display
  • NVIDIA Quadro K2100M Optimus mit 2 GB

Die Performance der CPU habe ich mir noch etwas mehr im Detail angesehen und habe mir Tests angesehen bezüglich Geschwindigkeit. Die ältere i7 CPU hat hier bei Single Thread Performance gut mithalten können und bei Multi Thread Performance ging die quad-core CPU wie zu erwarten war, deutlich in Führung gegenüber der neuen dual-core i5 CPU.

Der Datendurchsatz ist aber bei der i5 CPU in der Regel höher. Das war aber auch zu erwarten, denn auch die Speichertechnologie hat sich weiter entwickelt. Die neuen, eher günstigen Notebooks mit i5 CPU nutzen hier aber die Möglichkeiten auch nicht voll aus, so dass der Unterschied auch nicht so groß ist.

Was fehlt, ist natürlich schnelles WLAN. Das verbaute Modul bietet die damals gute Leistung, aber kann natürlich die aktuellen Standards nicht einhalten. Hier kann es dann schon interessant sein, das Gerät noch zusätzlich mit einem WLAN USB Strick wie dem Maxesla WLAN Adapter 1200Mbps zu erweitern.

Als nette Beigabe hat das Gerät statt einem optischen Laufwerk eine UMTS Karte verbaut. Da ich das Gerät auch unterwegs nutzen möchte, ist dies für mich auch sehr interessant.

Praktische Erfahrungen

Im praktischen Einsatz verhält sich das Gerät wie erwartet. Linux ließ sich problemlos installieren. KDE Neon habe ich auf diesem System jetzt im Einsatz und das Gerät funktioniert einwandfrei (LAN, WLAN, UMTS Modem, Power Management, ….)

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Helligkeit des Bildschirms steuern

Die Helligkeit des Bildschirms kann man über die Einstellungen manuell anpassen oder auch automatisch anpassen lassen.

Leider funktioniert dies mit Deepin bei meinem Apple MacBook Air nicht ganz so gut, so dass ich öfters die Helligkeit von Hand einstellen möchte.

Mit der Maus ist dies zwar problemlos möglich, aber von der Bedienung her nicht immer ganz handlich. Da ich aber immer auch ein Terminal offen habe, habe ich mich nach einer Lösung für die Kommandozeile umgesehen.

Das Tool xrandr kann die Helligkeit einstellen. Ein einfacher Aufruf von xrandr zeigt erst einmal alle vorhandenen Monitore an incl. der Information, ob diese angeschlossen sind oder nicht und welche Modi unterstützt werden. Für die Einstellung benötigen wir den Namen des aktiven Monitors, daher schauen wir nach der Zeile mit „connected primary“.

Die Helligkeit lässt sich nun mit einem Aufruf

xrandr –output <Name> –brightness <Level>

einstellen. <Name> ersetzen wir durch den Namen des Monitors und <Level> mit der Helligkeit. 0 ist dabei komplett dunkel und 1 ganz hell.

Damit ist die Helligkeit mit einem einfachen Befehl anpassen kann, habe ich mir kleine Scripte geschrieben, die ich mit einem Befehl aufrufen kann, z.B.:

#!/bin/sh
# Sets the bightness of active monitor to 1
#
monitor=`xrandr -q | grep "connected primary" | awk '{ print $1 }'`
xrandr --output $monitor --brightness 0.7

So habe ich mir kleine Scripte geschrieben für low, medium und high Einstellungen.

Aktueller Kernel für Deepin

Der Eine oder Andere, der Deepin nutzt, spielt evtl. mit dem Gedanken, einen neuen 5er Kernel für sein System zu besorgen. Deepin 15.11 nutzt derzeit noch den Kernel 4.15 und es den 5er Kernel gibt es schon eine gewisse Zeit und bringt evtl. das eine oder andere Feature mit, das für einen interessant ist.

Hinweis: Der 4er Kernel wird natürlich auch weiter gepflegt! Es ist also kein Zeichen für ein Sicherheitsrisiko, dass diverse Distributionen noch auf einen 4er Kernel setzen! Wenn alles funktioniert, dann gibt es in der Regel keinen Grund für irgendwelche Experimente oder Aktionen!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man an den neuen Kernel kommen kann.

  1. Es gibt ein neues Tool: Deepin Kernel Updater, mit dem auch etwas unbedarfte Nutzer schnell und einfach an einen neuen Linux Kernel kommen können (Achtung: Derzeit noch in der Beta Phase!) Dies ist ein einfacher und schneller Weg zum 5er Kernel.
  2. In dem internationalen Deepin Forum finden sich oft Threads zu neuen Kerneln, teilweise stellen Anwender den von Ihnen gebauten Kernel dort auch bereit. Wobei dies durch den neuen Deepin Kernel Updater wohl Vergangenheit sein müsste.
  3. Es ist natürlich möglich, den aktuellen Linux Kernel von Debian sid zu verwenden. Wenn die sid Repositories eingebunden sind, dann lässt sich z.B. aktuell der Kernel 5.2.0 mit einem einfachen Aufruf installieren:
    sudo apt-get -t sid install linux-image-amd64
  4. Eine letzte Variante ist die eigene Übersetzung des aktuellen Linux Kernels. Dies bedeutet aber einiges an Aufwand und Geduld. Falls aber bestimmte Dinge benötigt werden, die in den bereitgestellten Paketen nicht enthalten sind, dann ist dies oft die letzte Möglichkeit.

Im Folgenden beschäftige ich mich mit dem manuellen Übersetzen eines aktuellen Kernels auf einem Deepin System.

Vorarbeiten

Als erster müssen wir die notwendigen Pakete installieren:

apt-get install libncurses-dev wget bzip2 make build-essential bc chrpath gawk texinfo libsdl1.2-dev whiptail diffstat cpio libssl-dev flex bison libelf-dev libssl-dev libncurses5-dev qt4-default qt4-dev-tools

Herunterladen und Entpacken der Linux Kernel Sources

Der Linux Kernel kann unter https://www.kernel.org/ herunter geladen werden. Dazu einfach den tarball des gewünschten Kernels herunter laden.

Nun entpacken wir den Kernel an einem geeigneten Ort. Dies kann z.B. mit folgendem Befehl erfolgen

tar xf ~/Downloads/linux-5.2.8.tar.xz
cd linux-5.2.8

Nun kopieren wir die aktuelle Konfiguration des Kernels, den wir im Einsatz haben:

cp /boot/config-`uname -r` .config

Anpassung der Konfiguration

Nun müssen wir die Konfiguration anpassen. Wir müssen mindestens einmal ein

make oldconfig

laufen lassen um die Einstellungen, welche neu zu der eingespielten Konfiguration sind, vornehmen zu können. Wer hier die ganzen Optionen nicht durchgehen möchte, kann einfach ein

yes "" | make oldconfig

laufen lassen.

Eine individuelle Einstellung diverser Einstellungen kann man mit einem der folgenden Befehle vornehmen:

make config
make menuconfig
make xconfig

Ich selbst rate zu make menuconfig oder make config, da diese am intuitivsten zu bedienen sind.

Übersetzen des Kernels

Als nächstes übersetzen wir den Kernel. Da hier sehr viele einzelne Dateien zu übersetzen sind, macht es Sinn, make anzuweisen, mehrere Dateien parallel zu übersetzen. Dazu dient der Parameter -j<x> wobei x für die Anzahl der parallelen Übersetzungen steht, z.B. -j4 für 4 parallele Übersetzungen.

Übersetzen des Kernels

make -j4 bzImage modules

Bau von Debian Paketen (diese finden sich dann im Anschluss ein Verzeichnis höher)

make -j4 pkg-deb

Installation des compilierten Kernels

Die Installation kann man nun direkt von den Sourcen aus anstoßen:

sudo make install install-modules

Alternativ lassen sich die erstellten Debian Pakete nutzen (Dies ist der von mir empfohlene Weg!):

cd ..
sudo dpkg -i ../

Nun noch den Bootloader grub aktualisieren und das System neu starten

sudo update-grub
sudo reboot

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AnyDesk – Aktuelle Linux-Version bei angepasstem Client

Ich bin Nutzer der Software AnyDesk in der Professional Edition. Ein mir wichtiges Feature ist die Bereitstellung von angepassten Installern: Neben dem eigenen Logo lassen sich diverse Einstellungen fest vorgeben.

Leider hinkt AnyDesk hier bei der Linux Version etwas hinterher, was ich schade finde. So gibt es den angepassten Client für Linux nur in der Version 4.0.1 was dazu führt, dass der Client natürlich beim Start feststellt, dass er nicht aktuell ist. Aktuell ist die Version 5.1.1.

Um so erfreuter war ich, als meine Anfrage an den Support in sehr kurzer Zeit beantwortet wurde und mir einen Workaround mitgeteilt wurde:

In den erweiterten Einstellung kann man das Modul, welches in das Paket hinein soll, angeben:
_module=anydesk-5.1.1

Eintrag des zu verwendenden Moduls bei Erweitert

Und schon erhält man ein komprimiertes tar Archiv mit der angepassten AnyDesk Software.

Dies ist natürlich noch nicht perfekt. Ein Vorteil war ja, dass man einen öffentlichen Link erzeugen konnte, über den Kunden immer die aktuelle Version herunter laden konnten. Aber diese Anforderung ist für mich nicht relevant, so dass ich mal wieder voll und ganz zufrieden bin.

Und AnyDesk arbeitet auch an dieser Thematik – So hoffe ich, dass ich in naher Zukunft dann auch individuelle Installer als deb oder rpm herunter laden kann (In meinen Augen auch positiv, dass hier Pakete gebaut werden und nicht irgendwelche Binary Installer erzeugt werden die man dann aufrufen muss!)

Edit 1. Oktober 2019: Dieses Vorgehen scheint nicht mehr notwendig zu sein. Zumindest konnte ich nun auch die aktuelle Version 5.1.2 ohne diesen Workaround als angepasste Version herunter laden.

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Deepin mit Debian Repositories nutzen

Die Deepin 15.x Distribution basiert auf Debian, auf Debian sid (unstable) um genau zu sein. Wenn einem nun irgendeine Software in Deepin fehlt, diese aber bei Debian sid vorhanden ist, dann liegt es nahe, diese von den Debian Repositories zu beziehen.

Ehe wir uns aber Software aus einer weiteren Quelle beziehen sollten wir uns genau überlegen, was für Probleme wir uns damit eventuell einhandeln könnten:

  • Wenn Deepin Pakete von Debian erneuert werden, dann kann es passieren, dass Paketabhängigkeiten nicht mehr richtig funktionieren.
  • Pakete von Debian sid/unstable sind weniger getestet. Hier findet die Hauptarbeit an der Distribution statt und die Pakete wandern dann nach erfolgreichem Einsatz in die Testing Distribution ehe sie dann in einem stabilen Release landen.
  • Das Security Team von Debian kümmert sich in unstable nicht um Security Fixe. Daher kann es sein, dass notwendige Sicherheitspatche erst verzögert in sid/unstable landen.

Aus diesen Gründen ist die klare Empfehlung, dass wir bei Software doch am Besten bei der Software der Deepin Distribution bleiben und nur fehlende Stücke von den Debian Repositories installieren. Dies lässt sich über ein „Apt Package Pininning“ (oder kurz Apt Pinning) erreichen.

Konfiguration
Als erstes fügen wir das Repository von Debian hinzu:
Dazu erstellen wir die Datei /etc/apt/sources.list.d/debian.list mit folgendem Inhalt:

deb http://ftp.debian.org/debian sid main contrib non-free
deb-src http://ftp.debian.org/debian sid main contrib non-free

Nun setzen wir die Prioritäten (Apt-Pinning). Dazu erstellen wir die Datei /etc/apt/preferences mit folgendem Inhalt:

# Deepin Package Pinning
Package: *
Pin: release o=Linux Deepin
Pin-Priority: 990

Die Prioritäten können wir nach einem „sudo apt-get update“ nun per „sudo apt policy“ prüfen. Der Befehl sollte uns nun die Policies aufzeigen:

  • Prio 100 für /var/lib/dpkg/status
  • Prio 500 für debian repositories (mehrere)
  • Prio 990 für deepin repositories (mehrere)

Nun steht einer Nutzung nichts mehr im Wege. wir synchronisieren erst einmal unsere apt datenbank mit den Repositories: apt update

Nun können wir ein Paket von den Debian Repositories installieren oder das installierte Paket von dort updaten:
apt-get -t sid install libreoffice

(um z.B. libreoffice von Debian zu installieren oder auf die Debian Version upzugraden)

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O2 Surfstick 3 mit Deepin

Editiert am 12. August 2019: Die Einrichtung der Breitband-Verbindung wurde noch im Detail beschrieben.

Ich habe noch zwei ältere USB HSDPA Datensticks (O2 Surfstick 3 und Huawei E1550), welche unter Linux immer problemlos funktioniert haben. Linux erkennt diese und der Netzwerk Manager übernimmt dann die weitere Benutzung (also PIN Abfrage und dann der Verbindungsaufbau).

Leider wird dies vom Deepin Netzwerkmanager (noch) nicht unterstützt. Als Workaround kann ein anderer Netzwerkmanager zusätzlich installiert werden.

Meine Wahl ist auf den Betzwerkmanager von Gnome gefallen, welcher über:

sudo apt-get install network-manager-gnome

installiert werden kann. Nach einer Neuanmeldung findet dieser sich dann in der Taskleiste neben Batterie, Lautstärke, u.s.w. und wir können das Netzwerk nun zusätzlich über diesen Netzwerkmanager steuern.

Auch ohne Neustart lässt sich die Applikation im Menü unter System -> Advanced Network Configuration finden und starten.

Einrichtung des Sticks

Die Einrichtung hängt nun natürlich sowohl von der Hardware als auch vom Provider ab. Ablauf ist aber wie folgt:

a) Start der Applikation Advanced Network Configuration und das „+“ drücken:

Nun wählen wir „Mobiles Breitband“ aus:

Und wählen im Anschluss die (vorher eingesteckte!) Hardware aus:

Im weiteren Verlauf werden wir nach einigen weiteren Informationen abgefragt, die von Provider zu Provider unterschiedlich sind. Bei mir war mein Provider zwar aufgelistet, aber der Abrechnungsmodus war nicht angegeben, so dass ich den APN von Hand eingegeben habe.
Am Ende wurde die Verbindung angelegt:

Hier habe ich lediglich den Verbindungsnamen angepasst. Es ließe sich aber noch sehr viel mehr einstellen, was aber für mich nicht notwendig war.

So auf ein Neustart verzichtet wurde, so wird dieser vor der Nutzung des Sticks noch notwendig. Das Network Manager Applet lässt sich zwar per nm-applet starten, der Stick wird gesehen und es wird auch nach der Pin gefragt:

Und in der Status-Leiste sieht man nun neben dem Deepin Network Manager auch den Gnome Network Manager:

Im roten Kreis ist der Gnome Network Manager zu sehen und im blauen Kreis der von Deepin. Somit hat man nun leider zwei Symbole in der Leiste. (Bei meinem Bild sieht man die Symbole mit einer verbundenen Ethernetverbindung.)

Deepin

Was ist Deepin?
Deepin ist eine Linux Distribution aus China, welche auf Debian basiert und vor allem einige UI Komponenten mitbringt. Hinter der Distribution steckt die chinesische Firma Deepin Technology Co., Ltd.

Was macht Deepin aus?
Deepin bringt das Deepin Desktop Environment, welches aus meiner Sicht eine sehr gute Bedienung mit sich bringt – derzeit aus meiner Sicht die Beste Desktop-Lösung unter Linux.

Besonders interessant ist die Konfiguration, welche sich an der rechten Seite als Leiste öffnet.

Wie komme ich zu Deepin?
In letzter Zeit sind einige, sehr kleine Geräte auf den Markt gekommen. One Mix 3S Yoga, Chuwi Minibook, GPD P2 Max, …) die ich als späteren Ersatz für mein älteres Apple MacBook Air 11″ ansehe. Und da kommen dann auch teilweise Touch Displays zum Einsatz, so dass ich schon nach einer Linux Distribution gesucht habe, die ich dann auch diesbezüglich nutzen kann. Und auch in dem Bereich scheint Deepin mit am weitesten zu sein…

Mein bisheriges Fazit
Deepin ist schon eine sehr gute und ausgereifte Distribution. Die Oberfläche lässt sich sehr gut bedienen und das Meiste war intuitiv nutzbar. Nur wenige Dinge musste ich kurz suchen (z.B. die Konfiguration von aktiven Ecken).

Somit wird das erst einmal meine bevorzugte Distribution, welche ich für meine Zwecke einsetzen werde und über die ich in Zukunft noch ein paar weitere Beiträge schreiben werde.

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Linux Installation in VM und native

Es kann interessant sein, wenn man auf einem System das Linux sowohl in einer VM (z.B. unter Windows mit VMware Workstation) als auch direkt booten kann. Zum direkten Starten der Linux VM verwende ich einen einfachen USB Stick, den ich in den Rechner stecken kann.

Aufbau
Ein System mit zwei Festplatten, so nutze ich einen Lenovo Laptop mit einer zweiten Festplatte.

Auf der ersten Festplatte wird Windows in der Regel bereits installiert sein, so dass wir als nächsten Schritt VMware Workstation installieren und dann eine VM einrichten:

  • Bei der VM ist wichtig, dass wir die zweite Festplatte als physikalische Festplatte übergeben.

Die Installation der Linux Distribution (ich habe Debian genutzt) erfolgt dann ohne Besonderheiten. Bei der Installation kann die zweite Festplatte wie gewünscht partitioniert und genutzt werden.

Nach der Installation sollten wir noch die open-vm-tools installieren und schon haben wir unsere Linux VM fertig zur Benutzung.

Nun benötigen wir einen USB Stick, welchen wir anschließen und in VMware Workstation der laufenden Linux VM zuweisen. Diese sollte den USB Stick erkennen, so dass wir das Gerät nutzen können. (Falls wir den Device Namen nicht kennen, dann einfach per „sudo dmesg“ oder „lsblk“ nachschauen.)

Formatieren des USB Sticks
Der USB Stick wird im MBR Format formatiert und eine erste Partition für ein FAT Filesystem erzeugt. Dieser Partition setzen wir noch das boot Flag. Im Anschluss formatieren wir die Partition mittels mkfs.msdos.

Syslinux
Wir installieren das Paket syslinux und bereiten den Stick für das booten vor:

  • Wir schreiben den bei syslinux mitgelieferten mbr auf den Stick
    dd conv=notrunc bs=440 count=1 if=mbr.bin of=/dev/sdX
    (Die datei mbr.bin findet sich bei Debian unter /usr/lib/syslinux/…)
  • Wir prüfen noch einmal das boot Flag der ersten Partition.
  • Wir schreiben notwendige Dateien auf die Partition:
    syslinux –install /dev/sdX1

Nun kopieren wir aus /boot die Dateien
– inird.img.*
– vmlinuz-*
auf die Partition des Sticks und legen dort die Datei syslinux.cfg mit folgendem Inhalt an:

DEFAULT linux
TIMEOUT 1
LABEL linux
KERNEL vmlinuz-<rest of filename>
APPEND ro root=UUID=<UUID of root device>
initrd=initrd.img-<rest of filename>

Dabei ist natürlich zu ersetzen:
– <rest of filename> mit dem exakten Namen der initrd/vmlinuz files.
– <UUID of root device> mit der UUID der root Partition. Diese sollte auch in der /etc/fstab stehen oder kann mit blkid ermittelt werden.

Hinweis: Wenn in der /etc/fstab Partitionen noch mit /dev/sdXY angegeben wurden, so empfehle ich, diese auch durch die UUID zu ersetzen!

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